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© Moritz Schell
Komödie der Verführung
von Arthur Schnitzler Theater in der Josefstadt - Wientickets available
Josefstädter Strasse 261080 Wien
Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Sa 26.Sep 2026 19:30 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien So 27.Sep 2026 15:00 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Di 06.Okt 2026 19:30 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Di 13.Okt 2026 19:30 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Mi 14.Okt 2026 19:30 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Do 15.Okt 2026 19:30 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Mi 21.Okt 2026 19:30 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Do 22.Okt 2026 19:30 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Fr 23.Okt 2026 19:30 replace me !Komödie der Verführung Theater in der Josefstadt - Wien Fr 30.Okt 2026 19:30 replace me !Wien, Sommer 1914. Europa steht am Rande des Abgrunds, doch unverdrossen trifft sich die höhere Gesellschaft zum Feiern. Der Prinz von Perosa lädt zum Maskenball. In dessen Zentrum tanzen drei selbstbewusste Frauen: Die heiß umworbene Gräfin Aurelie beginnt just mit dem verwegenen Max von Reisenberg ein Verhältnis, das von vornherein unter keinem guten Stern steht. Denn dieser umwirbt auch die schöne Sängerin Judith, die wiederum in den Mann ihrer Schwester verliebt ist. Trotzdem lässt sich Judith auf Max ein, stellt aber klare Bedingungen – eine Liebesnacht, nicht mehr. Auch Seraphine, eine aufstrebende Violinistin, hat eine Romanze mit Max. Aber als sie ein Kind von ihm erwartet, entschließt sie sich, dieses Kind allein großzuziehen und weist ihn zurück.
Die titelgebende Verführung ist jedoch mehr als ein erotisch-flüchtiges Spiel. Es geht um Freiheit und Verantwortung, um Täuschung und Selbsttäuschung und um die Frage, welche Konsequenzen man zu tragen bereit ist. Was als vermeintlich leichtes Spiel beginnt, in dem die Figuren ihr Leben selbst als Märchen inszenieren, offenbart sich im Angesicht des herannahenden Krieges als ein Tanz auf dem Vulkan.
In der Inszenierung der ungarischen Regisseurin Ildikó Gáspár werden musikalische Partien aus dem Operettenrepertoire eine besondere Rolle spielen. Sie ergründet die eskapistische Operettenseligkeit einer Gesellschaft, unter deren glitzernder Oberfläche die Risse einer ganzen Epoche hervortreten, einer Gesellschaft kurz vor ihrem moralischen und historischen Zusammenbruch. Schnitzlers selten gespieltes Stück, in dem Lebenshunger und Überdruss, Humor und Verzweiflung nebeneinanderstehen, zeichnet ein Bild, das erschreckend heutig scheint.
(Quelle: josefstadt.org)
