• Werther

    Werther

    Oper von Jules Massenet Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Werther Staatsoper Wien Mo 04.Jan 2027
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    Werther Staatsoper Wien Do 07.Jan 2027
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    Werther Staatsoper Wien So 10.Jan 2027
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    Werther Staatsoper Wien Mi 13.Jan 2027
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    Als der jun­ge Wer­ther sieht, wie lie­be­voll die Amts­manns­toch­ter Char­lot­te mit ih­ren klei­nen Ge­schwis­tern um­geht, ver­liebt er sich un­sterb­lich in sie.

    Auch Char­lot­te ent­wi­ckelt Ge­füh­le für ihn, muss ihn aber ab­wei­sen. Sie hat ih­rer ster­ben­den Mut­ter ver­spro­chen, ih­ren Ver­lob­ten Al­bert zu hei­ra­ten. Wer­ther kann sich nicht in sein Schick­sal fü­gen und ge­steht Char­lot­te nach ih­rer Hoch­zeit mit Al­bert er­neut sei­ne Lie­be. Die wach­sen­de Zu­nei­gung zwi­schen bei­den gip­felt im tra­gi­schen En­de: Wer­ther nimmt sich das Le­ben, Char­lot­te kann sich nur mehr an­ge­sichts des Ster­ben­den zu ih­rer Lie­be be­ken­nen.

    An­drei Ser­bans 2005 ent­stan­de­ne In­sze­nie­rung ver­legt die Hand­lung in be­hut­sa­mer Wei­se in die 50er Jah­re des 20. Jahr­hun­derts. Auf der Büh­ne von Pe­ter Pabst ent­wi­ckelt sich die Hand­lung un­ter, um und in dem gro­ßen Baum im Zen­trum. Die in sei­ner Kro­ne sicht­bar wech­seln­den Jah­res­zei­ten bil­den un­über­seh­bar das in Werther so wich­ti­ge The­ma der ver­ge­hen­den Zeit ab.
     
    Als ei­nes der wich­tigs­ten Wer­ke des fran­zö­si­schen ro­man­ti­schen Re­per­toires be­sticht Werther zu­gleich durch ei­nen Form­plu­ra­lis­mus, den Carl Dahl­haus als im bes­ten Sin­ne ek­lek­ti­zis­tisch be­schrieb: »Ek­lek­ti­zis­mus be­deu­tet bei Mas­se­net nicht ei­nen Ver­zicht auf Ori­gi­na­li­tät […], son­dern die Frei­heit, wech­seln­den Her­aus­for­de­run­gen des Ge­gen­stands be­geg­nen zu kön­nen.« Auch wenn Mas­se­net mit Werther an den Tri­umph sei­ner Manon an­schlie­ßen woll­te, ver­wei­ger­te er sich dem Dik­tat des Di­rek­tors der Pa­ri­ser Opéra-Comique, der von ihm hin­sicht­lich Form und Stil ei­ne Ko­pie der Er­folgs­oper ver­lang­te. Viel­mehr such­te er nach neu­en schöp­fe­ri­schen We­gen und Aus­drucks­for­men: So setz­te sich Mas­se­net ei­ner­seits mit dem Werk Ri­chard Wag­ners aus­ein­an­der und ex­pe­ri­men­tier­te an­de­rer­seits mit der Or­ches­tra­ti­on. Un­ter an­de­rem er­gänz­te er das In­stru­men­ta­ri­um durch das so­lis­tisch ein­ge­setz­te Sa­xo­phon und er­ziel­te so pro­to­im­pres­sio­nis­tisch an­mu­ten­de Klang­far­ben.
     
    In sei­nen Er­in­ne­run­gen stellt Jules Mas­se­net den Ver­le­ger und Li­bret­tis­ten Ge­or­ges Hart­mann als die trei­ben­de Kraft hin­ter Werther dar. Die bei­den hat­ten 1885 ge­mein­sam die für Mas­se­net so wich­ti­ge Parsifal-Auf­füh­rung in Bay­reuth be­sucht und wa­ren an­schlie­ßend in ver­schie­de­ne deut­sche Städ­te ge­reist, so auch nach Wetz­lar, Schau­platz der Er­eig­nis­se, die Goe­the zu Die Leiden des jungen Werthers in­spi­riert hat­ten. Dort hat­te Hart­mann Mas­se­net auch ei­ne fran­zö­si­sche Über­set­zung von Goe­thes Brief­ro­man über­reicht. Für das Pro­jekt von Mas­se­nets Ver­to­nung des Stof­fes ging Hart­mann sehr weit, wie der Kom­po­nist be­schreibt: »Er sprach ein vor­züg­li­ches Deutsch, er las Goe­the im Ori­gi­nal, er schätz­te die deut­sche See­le, und so leg­te er gro­ßen Wert dar­auf, dass ich mich end­lich mit die­sem Werk be­fass­te. Als man mir ei­nes Ta­ges vor­schlug, ei­ne ly­ri­sche Oper zu La vie de Bohème von Mur­ger zu schrei­ben, ver­ant­wor­te­te er es, oh­ne mich im ge­rings­ten zu be­fra­gen, die­se Ar­beit ab­zu­leh­nen.«
     

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    (Quelle: wiener-staatsoper.at)