• Don Carlos (franz.)

    Don Carlos (franz.)

    Oper von Giuseppe Verdi Staatsoper Wien
    tickets available

    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Don Carlos (franz.) Staatsoper Wien So 27.Sep 2020 17:00
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    Don Carlos (franz.) Staatsoper Wien Do 01.Okt 2020 17:30
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    Don Carlos (franz.) Staatsoper Wien So 04.Okt 2020 17:00
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    Don Carlos (franz.) Staatsoper Wien Mi 07.Okt 2020 17:30
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    Don Carlos (franz.) Staatsoper Wien So 11.Okt 2020 17:00
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    Interpreten
    Bertrand de Billy, musikalische Leitung
    Peter Konwitschny, Produktion
    Alexander Edtbauer, Szenische Einstudierung
    Johannes Leiacker, Szenerie und Costume Design
    Hans Toelstede, Lichht
    Vera Nemirova, Inszenierung Autodaphé und Video-Regie
    Werner Hintze, Dramaturge
    Michele Pertusi, Philippe II.
    Jonas Kaufmann, Don Carlos
    Igor Golovatenko, Rodrigue
    Grand Inquisiteur, Roberto Scandiuzzi
    Elisabeth de Valois, Malin Byström
    Eve-Maud Hubeaux, Eboli
     
    Programm
    Angesichts der herausragenden Stellung, die Paris im 19. Jahrhundert auch auf dem Gebiet der Musik für sich beanspruchen konnte, maß Verdi dem Auftrag, für die dortige Weltausstellung 1867 eine Oper zu schreiben, große Bedeutung bei. Im Mittelpunkt der Ereignisse, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts spielen – als Vorlage diente u.a. Schillers gleichnamiges »Dramatisches Gedicht« –, steht der spanische Kronprinz Carlos. Er ist unsterblich verliebt in Elisabeth von Valois, die ihm seit Kindheitstagen zur Frau bestimmt ist, ehe sie sein verwitweter Vater Philipp II. für sich beansprucht. Dieser private Konflikt wird durch einen politischen verschärft: durch die Forderung Carlos’ nach der Regentschaft der aufständischen niederländischen Provinzen – eine vor dem Hintergrund der Inquisitionsprozesse und der Macht des Großinquisitors fatale Situation. Mit »Don Carlos« schuf Verdi einen wesentlichen Beitrag zur Gattung der Grand opéra, in der privates Glückverlangen zwischen die Fronten politischer und gesellschaftlicher Machtkämpfe gerät. Diverse Schwierig keiten während der Einstudierung führten dazu, dass der Komponist gegen seinen Willen zahlreiche Kür zungen vorzunehmen hatte, ehe das Werk am 11.März 1867 seine Uraufführung erlebte. Die aktuelle Produktion kam 2004 unter der Leitung Bertrand de Billys heraus, der für diese Wiederaufnahme ans Pult der Staatsoper zurückkehrt. Die von ihm akribisch rekonstruierte Urfassung umfasst auch jene Passagen, die Verdi 1867 hatte streichen müssen. Regisseur Peter Konwitschny spannt zwischen den Figuren ein Beziehungsgeflecht von atemberaubender Dichte. Eine humoristisch-pantomimische Einlage zur Ballettmusik im dritten Akt vergrößert die Fallhöhe der Tragödie, in der Konwitschny ein utopisches Moment herausarbeitet: Den Schluss der Oper deutet er als Veto des Komponisten gegen den Sieg der liebes- und lebensfeindlichen Autoritäten und hebt die realistischen Koordinaten der Handlung zugunsten der Errettung von Carlos und Elisabeth auf. Mit der Titelpartie wird Jonas Kaufmann an der Wiener Staatsoper erstmals eine Verdi-Partie interpretieren, ebenso wie Ildar Abdrazakov als Philippe II. Mit großer Spannung werden überdies die Hausdebüts von Malin Byström als Elisabeth und Eve-Maud Hubeaux als Eboli erwartet.
     
    (Quelle: Wiener Staatsoper)