• Ensemble Resonanz / Kopatchinskaja

    Ensemble Resonanz / Kopatchinskaja

    Konzerthaus Großer Saal - Wien
    tickets available

    Lothringerstrasse 20
    1030 Wien
     

    Ensemble Resonanz / Kopatchinskaja Konzerthaus Großer Saal - Wien Di 11.Mai 2027 19:30
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    • Ensemble Resonanz
       
    • Patricia Kopatchinskaja Konzept, Violine, Rezitation, Künstlerische Leitung
       
    • Joonas Ahonen Klavier, Cembalo
       
    • Lani Tran Duc Raum, Visuelles Konzept
       
    • Marco Borggreve Lichtdesign
       
    • Markus Güdel Technische Leitung, Licht
       
     

    Programm

     
    • Ludwig van Beethoven

      Ouverture. Adagio – Allegro molto e con brio (Die Geschöpfe des Prometheus op. 43) (1800–1801)

      1. Satz: Allegro con brio (Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«) (1803)

    • PatKop

      Scream

    • Ludwig van Beethoven

      3. Satz: Scherzo. Allegro vivace (Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«) (1803)

    • Jean-Féry Rebel

      1. Satz: Le Chaos (Les Éléments. Suite pour orchestre) (1737–1738)

    • Arnold Schönberg

      Ode an Napoleon Buonaparte op. 41 für Streichquartett, Klavier und Sprechstimme (1942)

    • Ludwig van Beethoven

      4. Satz: Finale. Allegro molto (Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«) (1803)

    • Iannis Xenakis

      Voile

     
     

    Patricia Kopatchinskaja lässt Musik nicht nur erklingen, sondern begreift sie als Ausgangspunkt für Reflexion und vielfältige sinnliche Erfahrungen. In ihrem inszenierten Konzert  »Prometheus« nimmt die engagierte Geigerin die gleichnamige mythologische Figur als Ausgangspunkt für eine künstlerische Reflexion: Der Titan brachte den Menschen einst das Feuer und damit Wissen, Technik und Kultur, widersetzte sich dem Göttervater Zeus, formte selbst Menschen – mit ambivalenten Folgen. Mit dem Ensemble Resonanz, Joonas Ahonen an Klavier und Cembalo sowie einem ausgefeilten Lichtdesign und visuellen Konzept schlägt sie einen furiosen Bogen von spätbarocken bis hin zu zeitgenössischen Werken.

    Von Beethoven bis zu Xenakis
    In aufklärerischen Zeiten komponierte der Titan Beethoven sein Ballett »Prometheus und seine Geschöpfe«. Anklänge daran finden sich auch in seiner 3. Symphonie, der »Eroica«, die er zunächst Napoleon Bonaparte gewidmet hatte. Arnold Schönberg nahm 1942 mit seiner »Ode an Napoleon Buonaparte« op. 41 darauf Bezug und gestaltete ein musikalisches Bekenntnis zur Menschlichkeit. Etwa 200 Jahre zuvor formte der Violinist Jean-Féry Rebel in Paris in »Les Eléments« aus dem Chaos wohltönende Musik. Iannis Xenakis, der sich in Athen am Widerstandskampf gegen die NS-Besatzung beteiligte, konnte sein letztes, Prometheus gewidmetes Auftragswerk nicht mehr realisieren, es erklingt jedoch sein Spätwerk »Voile«. Diese und weitere prometheische Perspektiven eröffnet dieser Konzertabend, bei dem Patricia Kopatchinskaja nicht nur als virtuose Violinistin, sondern auch als Rezitatorin, künstlerische Leiterin und Gestalterin des Konzepts fungiert.

     

    (Quelle: konzerthaus.at)