• Musikverein Wien

    Lukas Sternath - Schubert • Liszt • Prokofjew

    Musikverein Brahms Saal - Wien
    Bösendorferstr.12
    1010 Wien
     

    Lukas Sternath - Schubert • Liszt • Prokofjew Musikverein Brahms Saal - Wien Tue 09.Jun 2026 19:30
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    Interpret:innen

    Lukas Sternath, Klavier

    Programm

    Franz Schubert

    Sonate für Klavier A-Dur, D 959


    – Pause –

    Franz Liszt

    „Funérailles“ aus dem Zyklus „Harmonies poétiques et religieuses“

    Sergej Prokofjew

    Sonate für Klavier Nr. 8 B-Dur, op. 84

    Ende ca. 21:30 Uhr

    Über die Veranstaltung

    Lukas Sternaths Interesse galt als Kind zunächst dem Jazz. Als Wiener Sängerknabe lernte er die klassische Musik kennen und lieben und entschied sich schließlich für eine Pianistenlaufbahn. Für seinen Klavierabend hat er die große A-Dur-Sonate von Franz Schubert gewählt, den er als seinen Herzenskomponisten bezeichnet. Vielleicht ist es kein Zufall, dass ihm die Klaviermusik des großen Liedkomponisten scheinbar so mühelos aus den Fingern strömt, hat er doch bei den Sängerknaben Atmen, Singen und damit natürliches Phrasieren gelernt. Es zählt zu den größten pianistischen Herausforderungen, eine langgezogene Kantilene zu gestalten, wird doch ein einmal angeschlagener Ton am Klavier immer leiser und gilt es, diese physikalische Gegebenheit zu überlisten. Sternath gelingt es, die wunderbaren Schubert’schen Gesangslinien direkt und ungekünstelt auf das Klavier zu projizieren, „sein“ Schubert klingt natürlich, frei und unmanieriert. Doch auch Virtuoses liegt Sternath, dessen Hände wie speziell für seinen Beruf designt scheinen: Auf dem weiteren Programm stehen Liszts „Funérailles“ und Prokofjews Achte Sonate – die letzte der drei „Kriegs-Sonaten“, die zwar nicht dezidiert programmatisch konzipiert wurden, aber dennoch ihre Entstehungszeit während des Zweiten Weltkriegs musikalisch reflektieren. Im ersten Satz ist mehrmals eine Reminiszenz an den ersten Komponisten des Abends zu hören: Nur wenig verfremdet, erkennt man Schuberts „Leiermann“ aus der „Winterreise“. Schubert-Fans mögen die Ohren spitzen, um diese magischen Momente nicht zu verpassen. (Agnes Wolf)

     

    (Quelle: musikverein.at)