• Fleischmarkt 22
    1010 Wien
     

    Der Brexit, Donald Trump, Viktor Orbán, Jarosław Kaczyński, Rodrigo Duterte haben in letzter Zeit Fakten geschaffen, die empfundenen Ungerechtigkeiten in der Welt entgegenstehen sollen. Und es ist ja auch gerechtfertigt, dass Wut einen Ausdruck findet und es tut sich jetzt auch etwas. Daneben steht in Stein gemeißelt – den zu sprengen wir bereits die Mittel haben – die alte Griechin Justitia mit verbundenen Augen, höchst konzentriert im Prozess des Abwägens verharrt.

    Darüber muss jetzt mal gesprochen werden, denn es sind ja auch die kleinen, wortwitzelnden Augenblicke im Theater, die uns ahnen lassen, dass wir dekadent geworden sind in unserer Harmlosigkeit und Franco Berardi sagt ja, dass die liberalen Werte impotent geworden sind und deshalb muss jetzt alles einmal auf den Prüfstand, schnell!

    Fiat Justitia et pereat mundus: Es herrsche Gerechtigkeit, möge auch die Welt darüber zugrunde gehen.

    Inszenierung: Korbinian Schmidt, Franz-Xaver Mayr
    Dramaturgie: Moritz von Schurer
    Regieassistenz: Sarah Maringer
    Bühnenbildassistenz: Johanna Mitulla
    Es spielen: Karola Niederhuber, Nehle Breer, Nils Rovira-Muñoz

    Quelle: Theater Drachengasse