• Le nozze di Figaro

    Le nozze di Figaro

    Oper von Wolfgang Amadeus Mozart Theater an der Wien
    tickets available

    Linke Wienzeile 6
    1060 Wien
     

    Le nozze di Figaro Theater an der Wien Do 12.Nov 2020 19:00
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    Le nozze di Figaro Theater an der Wien Sa 14.Nov 2020 19:00
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    Le nozze di Figaro Theater an der Wien Mo 16.Nov 2020 19:00
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    Le nozze di Figaro Theater an der Wien Do 19.Nov 2020 19:00
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    Le nozze di Figaro Theater an der Wien Sa 21.Nov 2020 19:00
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    Le nozze di Figaro Theater an der Wien Mo 23.Nov 2020 19:00
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    Emmanuele Conegliano: 1749 geboren, 1763 vom Judentum zum Katholizismus konvertiert, 1765 niedere Weihen, 1773 Weihe zum Abbé, seit 1783 Dichter für das italienische Theater bei Joseph II. in Wien – uns besser bekannt als Lorenzo Da Ponte, kongenialer Librettist von Wolfgang Amadeus Mozart sowie ein Filou mit  zahlreichen amourösen Beziehungen, Schulden und Rechtsstreitigkeiten. Wie genau die Zusammenarbeit mit Mozart – Figaro war das erste gemeinsame Werk der beiden – zustande kam, ist nicht mehr exakt rekonstruierbar. Gerüchteweise trafen sie sich schon im Jahr 1783. Es existieren zwar die Memoiren Da Pontes, allerdings sind diese als historisches Dokument wenig ernst zu nehmen. Fest steht, dass Mozart die Oper Il barbiere di Siviglia von Giovanni Paisiello kennen musste, denn sie war – als erste Vertonung von Beaumarchais’ Figaro-Trilogie – sehr erfolgreich in Wien 1783 gezeigt worden, und die beiden Komponisten hatten sich im Jahr darauf auch kennengelernt. Als dann das zweite Stück um diesen umtriebigen Barbier erfolg- und skandalreich in Paris herauskam, war die Idee, dem Erfolg Paisiellos auf der Basis des neuen Beaumarchais- Stücks nachzueifern, naheliegend. Mozart und Da Ponte mussten allerdings die politisch brisante Vorlage erheblich entschärfen, um zur Aufführung ihres Opernprojektes an der Wiener Hofoper 1786 die Erlaubnis erhalten  zu können. Im Libretto hat Da Ponte vor allem die diffizilen Gefühlsbeziehungen zwischen den Figuren herausgearbeitet und Mozarts Kompositionskunst damit eine ebenbürtige Vorlage geliefert: Seine Musik vertieft die Charaktere in einem Maße,  das in der Geschichte der Oper kaum mehr erreicht wurde und aus der Komödie ein Seelendrama macht. Trotz Da Pontes Entpolitisierung zeigt das Werk aber immer  noch den gesellschaftlichen Umbruch vom Ancien Régime zum bürgerlichen Zeitalter  – die Macht des Grafen ist gebrochen, er muss sich einer bürgerlichen Gefühlsmoral beugen. Da dieses bürgerliche Zeitalter immer noch andauert, sind die  Ereignisse des Stückes für uns nach wie vor von Interesse, und Mozarts Musik bewirkt, dass uns darüber hinaus die Emotionen seiner Modellfiguren immer wieder  tief anrühren.

    (Quelle: Theater an der Wien)