• Porgy and Bess

    Porgy and Bess

    von George Gershwin, DuBose and Dorothy Heyward and Ira Gershwin Theater an der Wien
    Linke Wienzeile 6
    1060 Wien
     

    Porgy and Bess Theater an der Wien Mi 14.Okt 2020 19:00
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    Porgy and Bess Theater an der Wien Do 15.Okt 2020 19:00
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    Porgy and Bess Theater an der Wien Fr 16.Okt 2020 19:00
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    Porgy and Bess Theater an der Wien Sa 17.Okt 2020 19:00
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    Porgy and Bess Theater an der Wien So 18.Okt 2020 19:00
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    Porgy and Bess Theater an der Wien Di 20.Okt 2020 19:00
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    Porgy and Bess Theater an der Wien Mi 21.Okt 2020 19:00
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    Porgy and Bess Theater an der Wien Do 22.Okt 2020 19:00
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    Porgy and Bess Theater an der Wien Fr 23.Okt 2020 19:00
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    George Gershwin war um 1930 bereits ein erfolgreicher Komponist, als er einen lang gehegten Plan verwirklichte: Er wollte endlich eine genuin amerikanische Oper schaffen. In dem Roman Porgy (1925) von Edwin DuBose Heyward und dem darauf basierenden Stück fand er seinen Stoff, denn darin spiegelten sich die Geschichte und die aktuellen Probleme Amerikas wider. Für das Libretto konnte er den Autor von Roman und Stück sowie dessen Frau Dorothy gewinnen. Georges Bruder Ira steuerte noch etliche Liedtexte bei. Um dem Milieu gerecht zu werden, reiste  Gershwin 1934 selbst nach Charleston und recherchierte bei den Gullahs, einer dortigen Bevölkerungsgruppe der Afroamerikaner. Deren Dialekt und Musik integrierte er in Libretto und Komposition, so zum Beispiel rhythmische Muster, die zu Spirituals geklatscht wurden, und die Rufe von Straßenverkäufern mit einem charakteristischen Anschleifen der Töne. Stilistisch ist die fertige Oper sehr vielfältig: Es gibt Spirituals, Straßenlieder, Arbeitslieder, Jazz-Songs und instrumentale Nummern wie den Sturm und die Ermordung Crowns – meisterhaft schildert Gershwin die Atmosphäre der Catfish Row und die Emotionen der Figuren. Als Basis dient die Struktur der europäischen Oper mit ihren Rezitativen, Arien und Ensembleszenen, aber sie wird neu definiert und mit für diese Form völlig ungewohnter Musik angefüllt. Einheitlichkeit schafft Gershwin mit einem Geflecht von Motiven für Charaktere, Orte oder Gegenstände – was natürlich auf Wagners Leitmotivik zurückgeht, aber bis dahin noch nicht auf Musik aus Jazz und Spirituals angewandt worden war. Am 10. Oktober 1935 fand die Uraufführung im Alvin Theatre in New York statt. Zunächst eher zurückhaltend aufgenommen, kam ab 1938 der Welterfolg. Viele Songs wie „I Loves You, Porgy“ oder „Summertime“ wurden zu Jazz-Standards. Über die musikalische Bedeutung hinaus stellt Porgy and Bess einen wichtigen kulturellen Beitrag zur Aufhebung der Rassentrennung dar. Kein  Stück zuvor hatte in dieser Weise die Schicksale von Afroamerikanern mit schwarzen Darstellern auf der Bühne in den Hauptrollen zum Gegenstand der Handlung  gemacht. Gershwin bezog mit seiner Oper ganz klar politisch Stellung, indem er die Probleme der schwarzen amerikanischen Bevölkerung zum Thema seiner Oper machte und sie als repräsentativ für Amerika verstand. 

    (Quelle: Theater an der Wien)